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Home Durig-Böhler-Preis 2007 erging an Orthopädie und Nephrologie am LKH Feldkirch
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Durig Böhler Preis 2007: (v.l.) KHBGGeschäftsführer Dir. Dr. Till Hornung, LKHChefarzt Prim. Univ. Doz. Dr. Peter Kompatscher, Preisträger Dr. Emanuel Zitt und Dr. Arno Martin, Prim. Univ. Doz. Dr. Robert Strohal, VGKKObmann Manfred Brunner, KHBGGeschäftsführer Dir. Dr. Gerald Fleisch
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Orthopädie: navigierte KnieOperation
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Nephrologie: Diaylse
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  Durig-Böhler-Preis 2007 erging an Orthopädie und Nephrologie am LKH Feldkirch

Am Landeskrankenhaus Feldkirch wurde kürzlich wieder der Durig-Böhler-Preis - eine Ehrung für innovative Forschung in der Medizin  - an zwei Vorarlberger Medizin-Wissenschaftler verliehen. Der Preis wurde anlässlich der Jahrestagung der Gesellschaft der Ärzte in  Vorarlberg durch deren Präsident Prim. Univ. Doz. Dr. Robert Strohal überreicht. Es gratulierten unter anderem der Feldkircher Chefarzt Prim. Univ. Doz. Dr. Peter Kompatscher, die Geschäftsführung der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, VGKK-Obmann Manfred Brunner und zahlreiche Kollegen aus der Ärzteschaft.

Das Landeskrankenhaus Feldkirch darf den Titel „Universitäres Lehrkrankenhaus“ einmal mehr zu Recht tragen: Zwei Ärzte aus den Fachgebieten der Orthopädie sowie der Nephrologie haben erfolgreich medizinische Forschung betrieben und wurden nun für ihre Forschungsergebnisse ausgezeichnet.

Orthopädie LKH Feldkirch: Studie zu Knieprothesenimplantation
Die Studie von der orthopädischen Abteilung des Landeskrankenhauses Feldkirch stand unter der Erstautorenschaft von Dr. Arno Martin, einem der beiden mit dem Durig-Böhler-Preis ausgezeichneten Ärzte. Aufgrund der Erkenntnisse der Studie konnten genaue Kriterien festgelegt werden, bei denen die navigierte Knieprothesenimplantation für den Patient die beste Operationstechnik darstellt. „Aufgrund des sinkenden Patientenalters bei Knieprothesenimplantationen, der ansteigenden durchschnittlichen Lebenserwartung und des steigenden durchschnittlichen Körpergewichtes sind die Anforderungen an die Operationstechnik beim Kniegelenksoberflächenersatz gestiegen“, erklärt Orthopäde Dr. Martin die Motivation für die Forschung. In einer Studie verglichen die Feldkircher Orthopäden 100 Implantationen mit Navigationsunterstützung versus 100 Knieprothesenimplantationen ohne Computerunterstützung. „Dabei konnten wir eine signifikant höhere Implantationsgenauigkeit bezüglich der mechanischen Beinachse finden, die kurzfristigen klinischen Ergebnisse und der Blutverlust waren gleich“, so Dr. Martin.  

Nephrologie: Studie zur operativen Sanierung bei Nebenschilddrüsenüberfunktion von Dialysepatienten
Bei zunehmender Nierenfunktionsverschlechterung entwickeln sich Störungen im Knochen- und Mineralhaushalt, die mit einer Vergrößerung und Überfunktion der Nebenschilddrüsen einhergehen. Reicht hier eine medikamentöse Behandlung nicht aus,  werden die vergrößerten Nebenschilddrüsen operativ entfernt. „Zur Vermeidung einer völligen Unterfunktion transplantiert man eine geringe Anzahl an Fragmenten des Nebenschilddrüsengewebes in den Unterarm des Patienten“, führt Studienleiter Dr. Emanuel Zitt von der Nephrologie am LKH Feldkirch aus. „Diese Gewebsanteile werden nach besonderen Kriterien ausgewählt, wodurch die Transplantation von relativ normal funktionierendem Gewebe ermöglicht und so die Häufigkeit für Rückfälle gesenkt werden kann.“  In einer Beobachtungsstudie haben die Experten den Langzeiterfolg dieses Verfahrens bei 80 Vorarlberger Dialysepatienten, die seit 1983 auf diese Weise operiert wurden, untersucht. Dabei zeigte sich, dass auf lange Sicht mit diesem Behandlungsverfahren die gewünschten Zielbereiche der Mineralstoffwechselparameter größtenteils erreicht werden konnten. „Aufgrund der sehr guten Langzeiterfolge stellt dieses Verfahren die Methodik der Wahl zur operativen Sanierung der Nebenschilddrüsenüberfunktion bei Dialysepatienten dar“, schließt Dr. Zitt seine Erklärung.

 

Durig-Böhler-Preis zur Förderung junger Vorarlberger Wissenschaftler
Der Durig-Böhler-Preis ist nach den bedeutenden Vorarlberger Ärzten Prof. Arnold Durig und Prof. Lorenz Böhler benannt. Er wurde zur  Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der wissenschaftlichen Arbeit in Vorarlberg gestiftet und beinhaltet neben der Ehrung und der Überreichung einer Urkunde an den Erstautor und alle Koautoren auch eine finanzielle Zuwendung, die zu gleichen Teilen von der Gesellschaft der Ärzte, dem Land Vorarlberg und der Ärztekammer gestiftet wird.

 

FACTS
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Durig-Böhler-Preis

Der Durig-Böhler-Gedächtnispreis  wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der wissenschaftlichen Arbeit im Lande gestiftet und zum Andenken an die beiden bedeutenden Vorarlberger Wissenschaftler benannt. Er wird 2007 zum 31. Male vergeben.

Es werden dabei wissenschaftliche Arbeiten gefördert, welche durch Ärzte im Rahmen ihrer Tätigkeit in Vorarlberg entstanden sind. Der Preis beinhaltet neben der Ehrung und der Überreichung einer Urkunde an den Erstautor und alle Koautoren auch eine finanzielle Zuwendung, die zu gleichen Teilen von der Gesellschaft der Ärzte, dem Land Vorarlberg und der Ärztekammer gestiftet werden.

Prof. Arnold Durig (1872-1961) stammt aus einer alten, im Montafon beheimateten kleinbäuerlichen Familie. Er studierte in Innsbruck Medizin und erwarb 1902 die Lehrbefugnis für Physiologie an der Wiener Medizinischen Fakultät.

Seine Forschungsschwerpunkte waren Elektrophysiologie und die physikalische Chemie in ihrer Anwendung auf die Biologie, in den Nachkriegsjahren beschäftigte ihn das Problem der Volksernährung. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählt auch ein Beitrag über die Ernährung bei Tuberkulose im Handbuch der Tuberkulose von Löwenstein. Andere Schwerpunkte waren die Gaswechselphysiologie und Physiologie des Stoffwechsels, Arbeits- und Sportphysiologie, die Fragen der Ermüdung und des Kreislaufes.

Prof. Lorenz Böhler(1885 - 1973) studierte in Wien. Er trat im Gegensatz zur damaligen Lehrmeinung für die sofortige Erfassung der Verletzten, für genaue Dokumentation, für gute Einrichtung, ununterbrochene Ruhigstellung und aktives Bewegen aller nicht ruhig gestellten Gelenke ein. Er hatte die Technik der konservativen Knochenbruchbehandlung zur Perfektion gebracht.


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (08.10.2007)
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