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Presseservice „Die Verzweiflung ist mir aufs Herz gefallen“
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Mittagstisch für Nepalhilfe: Küchenchef Manfred Schultes, Dr. Dhungana und Betriebsrätin Elke Zimmermann haben gemeinsam mit dem Küchenteam zusammengeholfen und die nepalesischen Speisen gekocht und ausgegeben.
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Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LKH Bludenz ist die Aktion sehr gut angekommen. Insgesamt wurden rein am Mittagstisch 5.964 gespendet. Während der Woche waren zusätzlich bereits 1.076Euro an Spenden eingegangen.
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Auch die Geschäftsführung der Vlbg. KrankenhausBetriebsgesellschaft besuchte den nepalesischen Mittagstisch von Dr. Dinesh Dhungana. (v.l. Dir Prim. Dr. Fraunberger, Dir. Dr. Fleisch)
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Dr. Dinesh Dhungana ist Assistenzart für Chirurgie am LKH Bludenz. Er startete eine private Spendeninitiative für seine Heimat in Nepal.
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  „Die Verzweiflung ist mir aufs Herz gefallen“

LKH Bludenz engagiert sich gemeinsam mit nepalesischem Assistenzarzt für Erdbebenopfer in Nepal

Nepal ist näher als wir uns denken:  Am Landeskrankenhaus  Bludenz arbeitet seit Oktober Dr. Dinesh Dhungana. Er hat in Innsbruck Medizin studiert und ist nun in seiner Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie. Auch seine Familie ist betroffen von dem schweren Erdbeben, das Nepal Ende April erschüttert hat. Nun hat Dr. Dhungana gemeinsam mit der Krankenhausleitung Bludenz und dem Betriebsrat eine private Initiative gestartet, um im seinem Heimatdorf aktiv Hilfe leisten zu können. Er und seine Frau, ebenfalls angehende Medizinerin, haben bereits den Flug für Juli gebucht und wollen beim Wiederaufbau in der Heimat helfen. Insgesamt 5.964 Euro konnten beim nepalesischen Mittagstisch in der Krankenhausküche für die Nepalhilfe eingenommen werden. Mehr als 230 Mitarbeiter und Interessierte haben die Aktion unterstützt.

Der 29jährige Assistenzarzt kommt aus dem Gebiet Khahare, das rund 200km westlich von Kathmandu liegt. „Aus diesem Dorf stammt mein Papa, meine Mutter aus Dhurkot, ein weiteres Dorf in der Nähe. Als das Unglück passiert ist, haben wir erst nach mehreren Tagen erfahren, wie es unseren Verwandten dort geht. Die Menschen in den Dörfern hatten großes Glück: Alle sind mit dem Leben davongekommen. Aber viele Existenzen sind zerstört, viele Häuser stehen nicht mehr, die Lebensmittelversorgung ist schlecht bis gar nicht gegeben. Khahare ist nur mittels 10h Busfahrt von Kathmandu aus erreichbar, Dhurkot ist von Khahare nur in einem vierstündigen Fußmarsch erreichbar. Damit ist die Distanz zur Hilfeleistung der internationalen Organisationen zu groß. Es wird keine Hilfe in mein Heimatdorf kommen. Das ist mir ‚aufs Herz gefallen‘“, beschreibt Dinesh, wie er die traurige Nachricht aufgenommen hat. Deshalb hat der 29-Jährige nun selbst die Initiative am LKH Bludenz ergriffen und gemeinsam mit dem LKH Bludenz eine Mittagsaktion ins Leben gerufen. „Es ist mir klar: Man kann nicht alle betroffenen Menschen in Nepal unterstützen, aber hier habe ich den direkten persönlichen Bezug. Und ich will helfen.“  Insgesamt darf er sich heute über 5.964 Euro freuen, die allein von den Mitarbeitern und Besuchern am Mittagstisch zusammengekommen sind. Bereits seit einer Woche steht die Spendenbox im Restaurant des Landeskrankenhauses: Hier sind ebenfalls bereits 1.076 Euro an Spenden zusammengekommen!

Kochen für Nepal
Gemeinsam mit der Krankenhausleitung fand am 07. Mai zu Mittag eine besondere Hilfsaktion statt: Nach seinem ärztlichen Dienst hatte Dr. Dhungana mit dem LKH-Küchenteam unter der Leitung von Manfred Schultes ein nepalesisches Mittagsmahl zubereitet. Gekocht wurde Dhalbhat, ein nepalesisches Nationalgericht aus Reis und Linsen. Dazu gab es Hühnercurry und als Nachspeise wurde ein Dessert aus Karotten und Milch zubereitet. Eingeladen waren LKH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Landeskrankenhaus stellte die Zutaten zur Verfügung, das Küchenpersonal half freiwillig und gerne mit - und der Reinerlös der Aktion ergeht an ein Spendenkonto, das Dr. Dhungana bereits eingerichtet hat. Wer nicht teilnehmen kann am Essen und trotzdem unterstützen möchte, hat die Möglichkeit, eine Gabe an ein eingerichtetes Spendenkonto zu leisten.

Engagierter Assistenzarzt ´
Seit 2005 ist Dinesh Dhungana in Österreich. Sein Vater ist bereits Jahre zuvor nach Österreich gekommen, hatte aber den Wunsch, dass die beiden Söhne die Matura in Nepal absolvierten und so die eigene Kultur leben sollten. Nach der Matura kamen beide gemeinsam mit der Mutter nach Österreich, der ältere Bruder ist studierter Informatiker, für Dinesh war von Anfang an klar: „Ich wollte schon immer Arzt werden. Deshalb habe ich nach meinem 5monatigen Deutschkurs sofort an der Medizinischen Universität Innsbruck mit dem Studium begonnen und 2011 abgeschlossen.“ Bis 2014 hat der engagierte Arzt seine Turnusarztausbildung in Kufstein absolviert und dann noch 3 Monate als Notarzt gearbeitet. „Für Vorarlberg habe ich mich entschieden, weil hier die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen im Vergleich für mich die besten waren. Ich will hier meine Facharztausbildung machen und als Chirurg arbeiten, um viel Erfahrung zu sammeln.“ Ob er nach Nepal zurückgeht, weiß er nicht. Dr. Dhungana fühlt sich hier wohl - und erfreut sich größter Beliebtheit bei Patienten und Mitarbeitern.

Großzügige Geldspenden bereits eingetroffen
Als großzügig erwiesen sich bereits die Arbeitsgruppe der Verwaltungsdirektoren der Vorarlberger Krankenhäuser: Sie spendeten spontan 2.000 Euro für die Heimatregion des jungen Assistenzarztes. Der wohltätige Verein „Stunde des Herzens“ hatte heute ebenfalls einen Scheck über 1.000 Euro für die private Nepalhilfe übergeben. Auch die Vorarlberger Ärztekammer hat Dinesh Dhungana erfreulicherweise finanzielle Unterstützung zugesagt. Dir. Dr. Gerald Fleisch von der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft: „Wir freuen uns, dass wir dank Dr. Dhungana etwas auf direktem Weg für die vom Unglück Betroffenen tun können. Wir unterstützen die Aktion gerne mit 1.000 Euro.“ 

Weitere Spenden sind herzlich willkommen
Wenn Dr. Dhungana im Sommer aus seiner Heimat zurückkehren wird, möchte er zeigen, wie das gespendete Geld eingesetzt wurde und wie sehr es in seiner Heimat geholfen hat.

 

Spendenkonto:

Erdbebenhilfe Nepal für Dhungana Dorf
Dr. Dinesh Dhungana
Sparkasse Bludenz
IBAN: AT72 2060 7032 0419 3217
BIC: SSBLAT21XXX


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (07.05.2015)
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