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News Hygienetag 2017 im Zeichen der Infektionsvermeidung
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Wieder war das Interesse am Hygienetag in Vorarlberg sehr groß.
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Hygienetag 2017: Dr. Katia Boggian, stv. Chefärztin für Infektiologie und Spitalshygiene, Kantonsspital St. Gallen, stellt aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund ums Impfen vor.
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Der aktuelle Hygienetag widmet sich u.a. der Vermeidung von Infektionen, die bei einer Operation entstehen können.
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Hans Hirschmann, Institut für Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorgeist Gründer der ARGE Hygiene Vorarlberg und gemeinsam mit Hygieneverantwortlichen Veranstalter des Hygienetags.
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Das freundliche Organisationsteam begrüßte die über 150 interessierten Besucher am Hygienetag 2017.
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  Hygienetag 2017 im Zeichen der Infektionsvermeidung

Zum Vorarlberger Hygienetag können heuer wieder rund 150 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Gesundheitswesens im LKH Feldkirch begrüßt werden. Die Veranstaltung wird von der ARGE Hygiene Vorarlberg organisiert und befasst sich traditionell mit den aktuellsten Hygienethemen. Das Programm dieses Jahr beinhaltet die Themen Impfen, Hepatitis C als anzeigepflichtige Krankheit und OP-Hygiene: Vermeiden von postoperativen Wundinfektionen. Der Hygienetag dient als Plattform zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten.

Die Arbeitsgemeinschaft Hygiene Vorarlberg veranstaltet seit 13 Jahren den so genannten Hygienetag und lädt Fachkräfte zu Vorträgen mit aktuellen Themen und zum Austausch ein. Auch dieses Jahr folgen wieder 150 Interessierte aus allen Gesundheitsinstitutionen des Landes der Einladung. Das Programm ist aktueller denn je: Der erste Programmpunkt lautet „Das Verwirrspiel rund ums Impfen“. Als Hauptreferentin konnte in diesem Jahr die renommierte Infektiologin und Spitalhygienikerin Fr. Dr. Katia Boggian, stellvertretende Chefärztin für Infektiologie und Spitalshygiene vom Kantonsspital St. Gallen gewonnen werden. In ihrem Vortrag stellt sie die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund ums Impfen vor. Dr. Boggian zeigt vor allem auch auf, mit welchen leicht durchschaubaren Argumenten und Strategien Personen arbeiten, die gegen Impfungen mobilisieren und damit zu einer Verunsicherung der Bevölkerung führen. Die Referentin spricht über mögliche Gegenstrategien und tritt für eine ehrliche Diskussion rund ums Impfen ein.

Neue WHO-Vorgaben für Infektionsvermeidung  
Ein weiteres, immer aktuelles Thema ist die Vermeidung von Infektionen, die bei einer Operation entstehen können. Miriam Kalcher, Hygienefachkraft am LKH Hohenems und LKH Bludenz, stellt hier die neuesten Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) vor. So wird z.B eine aufwändige raumlufttechnische Anlage für Operationssäle nicht mehr als erforderlich erachtet. Eine andere neue Richtlinie gilt im Operationssaal: Händewaschen mit Seife vor der Händedesinfektion kann diese negativ beeinflussen, deshalb wird empfohlen, die Hände nur kurz mit Wasser zu waschen. Wichtige Informationen gibt es auch für Patientenseite: Im Bereich der OP-Stelle darf vor der Operation keine Rasur durchgeführt werden, da hier eine Gefahr der Verletzung der Haut gegeben ist und es dadurch vermehrt zu Infektionen kommen kann. Das bedeutet, dass die Haare an der betreffenden Stelle nur gekürzt werden dürfen, z.B. mittels Haarschneidemaschine. Ein praktisches Beispiel: Patienten sollten auf keinen Fall zu Hause noch schnell die Beine rasieren, bevor sie ins Krankenhaus zur Krampfaderoperation gehen.

„Filmpremiere“: Lehrfilm zum Thema Isolierung wird gezeigt
Abgerundet wird der fachliche Teil mit Vorträgen zum Thema Hepatitis C und der Vorstellung von aktuellen Fallbeispielen aus der alltäglichen Hygienepraxis.
Zurzeit werden am Institut für Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge der Vorarlberger Landeskrankenhäuser Schulungsvideos zu den wichtigsten Hygienethemen gedreht. Nachdem der erste Film „im Kasten ist“, feiert er am Hygienetag seine Premiere, die Oscarprämierung wird nicht lange auf sich warten lassen.

Fact Box ARGE Hygiene Vorarlberg

ARGE HV
Die ARGE Hygiene Vorarlberg (ARGE HV) veranstaltet seit 2004 den sog. Vorarlberger Hygienetag für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunktthemen. Die ARGE HV wurde im Jahre 1999 von Hans Hirschmann, MPH gegründet. Sie ist ein Gremium mit Vertretern aus allen Bereichen der Hygiene im Gesundheitswesen. Mitarbeiter aus Hygieneteams der Krankenanstalten, Amtsärzte und weitere am Thema Interessierte treffen sich vier Mal pro Jahr zum Erfahrungsaustausch und zur Bearbeitung aktueller Fragestellungen.

 

Statement
Hans Hirschmann, MPH (Master of Public Health): „Ziel der ARGE HV ist, die Krankenhaushygiene in Vorarlberg auf einem einheitlich hohem Niveau zu halten. Mittel zur Zielerreichung ist die Vermittlung des aktuellsten Hygienewissens, die Vernetzung der Hygieneakteure, Abstimmung der relevanten Maßnahmen zum Schutze der Patienten und Mitarbeiter vor Infektionen. Insgesamt geht es darum, für die Anliegen der Hygiene innerhalb und außerhalb der Institutionen Partei zu ergreifen und ihnen damit eine Stimme zu geben.“

Fakten

  • Gründung der ARGE HV: 1999
  • Mitglieder: Ca. 35 Personen
  • Bisher zehn Hygienetage
  • Bisherige Teilnehmerzahl: 1794
  • 11. Vorarlberger Hygienetag: 30. Juni 2017
  • Schwerpunktthemen: Impfungen / OP-Hygiene / Hepatitis C
  • Zielpublikum Hygienetag: Pflegepersonen und Ärzte aus Krankenanstalten sowie Alten- und Pflegeheimen, Hauskrankenpflege, Hygieneinteressierte aus allen Bereichen



© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (30.06.2017)
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