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News Forschung in Vorarlberg - Motor für Entwicklung
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Erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vereint beim 6. Symposium Medizinische Forschung in Vorarlberg 2018.
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Überreichung des Wissenschaftspreises der Ärztekammer 2017 an Preisträger: Dr. Emanuel Zitt, Innere Medizin III (Nephrologie) am LKH Feldkirch.
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  Forschung in Vorarlberg - Motor für Entwicklung

Zum sechsten Mal in Folge fand das Symposium „Medizinische Forschung in Vorarlberg“ im LKH Feldkirch statt. Im Namen der „Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg“ lud OA Doz. Dr. Michael Osti MBA, Oberarzt an der Abteilung Unfallchirurgie und Sporttraumatologie zu einem spannenden Abend, der ganz im Zeichen der medizinischen Forschung stand, ins LKH Feldkirch. Die Veranstaltung bot einen interessanten Einblick in die hochkarätige Forschungslandschaft Vorarlbergs: Mediziner und Forscher präsentierten ihre Arbeiten, die 2017 in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

Der Abend war eine Schau zur aktuellsten medizinischen Forschung in Vorarlberg und zeigt den Vorarlberger Impact auf wissenschaftlich-medizinische Literatur. Zudem wurde im Rahmen dieser Veranstaltung  bereits zum 14. Mal der Preis der Ärztekammer für Medizinische Forschung in Vorarlberg verliehen. „Mit dem Symposium sollte kein elitärer Kreis etabliert werden, sondern ein Zeichen der Offenheit, der Verbundenheit und der Anwendbarkeit medizinischer Forschung“, so OA Doz. Dr. Michael Osti Dr. Osti. In seiner Ansprache begrüßte der Gastgeber des Abends Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard, der ebenfalls gespannt den aktuellsten Forschungsergebnissen aus Vorarlberg lauschte, sowie Dir. Dr. Gerald Fleisch, Geschäftsführung der Vlbg. Krankenhaus-Betriebsgesellschaft und Ärztekammerpräsident Dr. Michael Jonas.

Anerkennung der Forschung

Die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. bekenne sich offen zu Forschung und ihren Werten. „Allerdings sehe ich für die Zukunft Bedarf an weiterer Konzeption und gesicherten Rahmenbedingungen, um die Medizinforschung und ihren Ausbau als Kultur zu erhalten, sodass Wissenschaft und Forschung auch in Vorarlberg zur Selbstverständlichkeit werden“, betont Dr. Osti. „Unser Anliegen für die Patienten besteht darin, ihnen nicht nur die Behandlung auf höchstem, sondern insbesondere auf dem richtigen Niveau zu bieten.“

Preisverleihung: Würdigung der medizinischen Wissenschaft in Vorarlberg

ÄK-Präs. Dr. Michael Jonas leitete die Preisverleihung mit den Worten ein: „Das Ziel des Preises ist die Würdigung der medizinischen Forschung und Wissenschaft in Vorarlberg.“ Insgesamt waren fünf erfolgreiche Forschungsarbeiten eingereicht worden: Die Entscheidung fiel nicht leicht, da alle auf höchstem wissenschaftlichen Niveau  - bei limitierten Ressourcen in Vorarlberg - waren.

Preisträger: Dr. Emanuel Zitt, Innere Medizin III (Nephrologie) am LKH Feldkirch

Den Preis gewonnen hat OA Doz. Dr. Emanuel Zitt, Abteilung für Innere Medizin III (Nephrologie) am LKH Feldkirch. Die Laudatio auf den in jeder Beziehung außergewöhnlichen Mediziner aus Feldkirch hielt Abteilungsleiter Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta: Sichtlich angetan und stolz auf seinen international renommierten Mitarbeiter. Dr. Zitt nahm den Preis entgegen und fasst seinen Forschergeist und seine ärztliche Tätigkeit zusammen: „Für mich ist lebenslange Neugier das Grundelixier. Arzt sein bedeutet für mich Empathie und Liebe für die Patienten zu empfinden, und gleichzeitig auch profunde wissenschaftliche Erkenntniswissenschaft zu betreiben.“

Vorarlberger Forschungslandschaft im Fokus

Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltung 2013 von Prim. Univ.-Doz. Dr. Karl Lhotta, Leiter der Nephrologie und Dialyse am LKH Feldkirch. Mittlerweile ist das Symposium zu einem etablierten Bestandteil im Vorarlberger Wissenschafts- und Fortbildungskalender geworden. Einerseits steht medizinische Wissenschaft für einen Abend lang im Mittelpunkt, andererseits wird ein Hauptaugenmerk auch auf den interdisziplinären Austausch gelegt, der das ärztliche Gemeinschaftswesen fördert. Der Rahmen ermöglicht einen produktiven Wissenschaftsdialog und bietet eine Chance, ein tragfähiges Netzwerk zu bilden.

 

Abstracts:

DDr. Andreas Leiherer, Vorarlberg Institute for Vascular Investigation and Treatment VIVIT, Feldkirch:

Uromodulin ist ein organspezifisches, im TAL-Segment gebildetes, renales Defensin. Es ist das häufigste Protein im Urin und bereits seit den 1950ern bekannt. Im Gegensatz zu in der Vergangenheit aufgetretenen Problemen bei der Bestimmung aus Urinproben ist die seit kurzem verfügbare Analyse von Uromodulin in Blutproben verlässlich und reproduzierbar. In der vorliegenden Arbeit zeigte sich, dass ein niedriger Uromodulin-Spiegel mit einem gestörten Glukose-Metabolismus einhergeht und ein unabhängiger Marker für Diabetes ist. Weitere kürzlich erschienene Publikationen aus unserer Arbeitsgruppe konnten darlegen, dass Uromodulin auch ein prädiktiver Marker für Nierenfunktion, kardiovaskuläre Ereignisse sowie Gesamtmortalität ist. Zusammen mit biochemischen, molekulargenetischen und klinischen Befunden anderer Arbeitsgruppen stellt sich Uromodulin aktuell als neuer gewebsspezifischen Biomarker dar, dessen hohes Potential nicht nur die Niere sondern auch ein breites internistisches Spektrum abdeckt.

Leiherer A, Muendlein A, Saely Ch, Kinz E, Brandtner EM, Fraunberger P, Drexel H. Serum uromodulin is associated with impaired glucose metabolism. Medicine2017;96:5

 

Prim. Univ. Prof. Dr. Robert Strohal, Dermatologie und Venerologie, LKH Feldkirch:

Um aus der riesigen Menge an Lokaltherapeutika für chronische Wunden die passende Behandlung, also eine moderne, aktive, Wundphasen-adaptierte Lokaltherapie auszuwählen, braucht es ein Konzept zur Definition der Wundsituation. Bis vor 6 Monaten war dies das TIME Konzept (T="Tissue," I="Infection," M="Moisture," E="Edge)," welches aber nur die Ist-Situation der Wunde definiert. Eine Expertengruppe des deutschsprachigen Raums hat nun das MOIST Konzept definiert und publiziert, welches nicht nur auf die Definition der Ist-Situation gerichtet ist, sondern darauf zielt die richtigen Möglichkeiten die Ist-Situation zu überwinden aufzuzeigen und so für eine schnellere Wundheilung zu sorgen. Ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren Versorgung chronischer Wunden.

Dissemond J, Assenheimer B, Engels P, Gerber V, Kröger K, Kurz P, Läuchli S, Probst S, Protz K, Traber J, Uttenweiler S, Strohal R. M.O.I.S.T. - ein Konzept für die Lokaltherapie chronischer Wunden. Journal der deutschen dermatologischen Gesellschaft2017;15:443-445

 

Dr. Thomas Steinhuber, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, LKH Feldkirch:

In dieser prospektiven Studie des Landeskrankenhauses Feldkirch wurde bei 40 Patienten der Zeitaufwand für die Planung von orthognathen Operationen (Gesichtsumstellungen) zwischen einer 2D- und 3D-Methode (CAD/CAM-Technik) verglichen. Die 3D-Planung war bei Planungen für Unterkieferverlagerungen um 36 Min. und für Ober- und Unterkieferverlagerungen um 75 Min. schneller. Der Zeitaufwand für den Arzt war bei beiden Methoden gleich, jedoch verringerte sich dieser beim Techniker und erhöhte sich bei der Ambulanzassistentin. Die 3D Methode führte zu einer verminderten Arbeitszeit am Patienten und im Labor, gleichzeitig kam es zu einer Verdreifachung der Arbeitszeit am Computer. Diese Publikation ist die erste weltweit, die den Planungsaufwand bei Umstellungsoperationen mit einer vor Ort durchgeführten 3D-Technik untersucht hat. Die 3D-Computerplanung mit CAD/CAM Technik hat die MKG-Chirurgie auf diesem Gebiet revolutioniert. Unter Reduktion des Arbeitsaufwands bietet sie die Möglichkeit einer umfassenden räumlichen Darstellung, stellt eine massive Verbesserung der Beurteilbarkeit von Weich- und Hartgeweben dar und wird daher eine richtungsweisende Rolle in der Zukunft orthognathen Chirurgie einnehmen.

Steinhuber T, Brunold S, Gärtner C, Offermanns V, Ulmer H, Ploder O. Is Virtual Surgical Planning in Orthognathic Surgery Faster Than Conventional Planning? A Time and Workflow Analysis of an Office-Based Workflow for Single- and Double-Jaw Surgery. J Oral Maxillofac Surg. 2018;76:397-407

 

OA Dr. Kleanthis Manousaridis, Augenheilkunde, LKH Feldkirch:

Das Vitreomakuläre Traktionssyndrom (VMT) ist eine abnormale Anheftung der hinteren Glaskörpergrenzschicht im Bereich der Makula, die eine Sehverschlechterung und oder Metamorphopsien verursachen kann. Das VMT kann nicht nur isoliert sondern auch in Kombination mit anderen pathologischen Prozessen der Makula wie z.B. diabetische Makulopathie oder exsudative AMD auftreten, und den klinischen Verlauf dieser Erkrankungen negativ beeinflussen.  Die konventionelle Therapie der VMT ist die mechanische Entfernung mittels Pars Plana Vitrektomie. Seit 2012 ist die enzymatische Vitreolyse (intravitreale Gabe von Ocriplasmin) als eine neue minimal invasive Therapieoption des VMT zugelassen, welche eine Rückbildung des VMT bis zu 60-75% erreichen kann, sofern spezielle Kriterien bei der Patientenselektion erfüllt werden.  Ziel der publizierten Arbeit war die Wirkung der enzymatischen Vitreolyse in der klinischen Praxis (real life) und speziell bei Fällen von VMT in Kombination mit anderen pathologischen makulären Prozessen zu evaluieren. Die Wirkung von Ocriplasmin wurde in der medizinischen Literatur bis dato bei isolierten Formen des VMT untersucht. Bei allen Patienten mit VMT die mittels Ocriplasmin in der Augenabteilung des LKHF behandelt wurden (10/2013-10/2016), erfolgte eine retrospektive Evaluation. Bei 20 Patienten mit isoliertem VMT zeigte die Therapie eine Erfolgsrate von 60%, während bei 15 Patienten mit VMT in Kombination mit anderen Makulaerkrankungen die Erfolgsrate 0% betrug. Schlussfolgerung: die enzymatische Vitreolyse sollte bei Fällen von VMT in Kombination mit anderen exsudativen Makulaerkrankungen nicht durchgeführt werden.

Manousaridis K, Peter-Reichart S, Mennel S. Ocriplasmin treatment for vitreomacular traction in real life: can the indication spectrum be expanded? Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2017;255:1907-1916

 

Dr. Johannes Cip, Orthopädie, LKH Feldkirch:

Die Navigationstechnik wurde für die Knietotalendoprothetik eingeführt, um die Implantationsgenauigkeit und dadurch die Prothesenstandzeit als auch die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Vergleichende Studien zur konventionellen Implantationstechnik zeigten allerdings, dass nach mindestens 8 bis 12 Jahren postoperativ kein Vorteil durch die standardmäßige Anwendung der Navigationssysteme für die Knieendoprothetik zu erwarten ist. Zudem ist die Navigationstechnik limitiert durch erhöhte Anschaffungskosten, verlängerte OP Zeit und eine zusätzliche Lernkurve. Am Landeskrankenhaus Feldkirch wurde daher ein Behandlungsalgorithmus eingeführt, bei dem die Navigation nur für spezielle Indikationen verwendet wurde, wenn die Behandlung mit der konventionellen Technik erschwert war (deutliches Übergewicht, im Knochen befindliches Osteosynthesematerial wie z.B. ein Oberschenkelmarknagel, vorliegende Knochenfehlstellungen aufgrund eines vorhergegangenen Unfalls in der Vergangenheit, schlechte präoperative Röntgenqualität z.B. aufgrund von Streckdefizit des Beines). In allen anderen Fällen wurde das übliche konventionelle Instrumentarium als Standardtechnik angewandt. Diese Arbeit stellt die retrospektive radiologische Auswertung von 237 Knieprothesen dar, die anhand dieses Behandlungsalgorithmus behandelt wurden. Dabei konnte gezeigt werden, dass in mindestens 93% der Fälle eine exakte Rekonstruktion der mechanischen Beinachse innerhalb von 3° varus (O-Beinfehlstellung) oder valgus (X-Beinfehlstellung) erreicht werden konnte, auch wenn die Navigationstechnik nur in ausgewählten Fällen (s.o.) angewandt wurde. Die radiologischen Ergebnisse dieser Studie sind besser als die Daten anderer Autoren. Somit stellt dieser Behandlungsalgorithmus eine geeignete Möglichkeit dar, oben beschriebene Limitationen der Navigationstechnik zu adressieren.

Cip J, Widemschek M, Bach C, Ruckenstuhl P, Benesch T, Studer K, Martin A. Encouraging treatment algorithm for computer-assisted navigated total knee arthroplasty (TKA): A retrospective cohort analysis. Journal of Orthopaedics 2017;14:377-383

 

Univ. Prof. Dr. Christoph Säly, Innere Medizin I, LKH Feldkirch:

Lipoprotein(a) ist ein etablierter Risikofaktor für Herz-Kreislaufereignisse in der Allgemeinbevölkerung. Eine große internationale Kooperationsarbeit mit über 100.000 Patienten, an der das VIVIT Institut in Feldkirch teilnahm untersuchte nun, ob Lipoprotein(a) auch bei Patienten, die bereits herzkrank sind zukünftige Herz-Kreislaufereignisse vorhersagen kann. Das war nicht der Fall. Diese Arbeit schließt an frühere Ergebnisse der VIVIT Forschung an, die zeigten, dass Lipoprotein(a) vor allem dann ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislaufereignisse ist, wenn nicht andere Faktoren - wie etwa in den früheren VIVIT Arbeiten ein Diabetes oder ein metabolisches Syndrom die Prognose bestimmen. Laufende Studien untersuchen die Wirksamkeit neuer das Lipoprotein(a) senkender Medikamente zur Vorbeugung von Herz-Kreislaufereignissen.

Zewinger S, Kleber ME, Tragante V, et al. Relations between lipoprotein(a) concentrations, LPA genetic variants, and the risk of mortality in patients with established coronary heart disease: a molecular and genetic association study. Lancet Diabetes Endocrinol. 2017;5:534-543

 

Univ. Doz. Dr. Werner Benzer, Praxis für Innere Medizin und Kardiologie, Sportmedizin und Prävention, Feldkirch:

EuroCaReD ist eine auf wissenschaftliche Ergebnisse ausgerichtete Datenbank zur Untersuchung der aktuellen Situation der kardiologischen Rehabilitation in Europa. Daten gesammelt von 2.000 Patienten aus 12 Europäischen Ländern zeigen, dass nur ein verhältnismäßig geringer Teil der für eine kardiologische Rehabilitation infrage kommenden Patienten auch tatsächlich in ein geeignetes Programm aufgenommen werden. Die Programme selbst sind sehr uneinheitlich organisiert. Dementsprechend heterogen sind auch die Ergebnisse der Rehabilitationsmassnahmen. Besonders die Behandlung der verhaltensbedingten Herz-Kreislaufrisikofaktoren gelingt nur unzureichend. Um die Ergebnisqualität der kardiologischen Rehabilitation in Europa zu verbessern, ist es notwendig, eine sorgfältigere Patientenauswahl zu treffen und die Programme folgend den allgemein gültigen Richtlinien besser zu vereinheitlichen.

Benzer W, Schmid JP, Zwisler AD, Dendale P, Rauch B, Davos CH, Koudi E, Simon A, Abreu A, Pogosova N, Gaita D, Miletic B, Bönner G, Ouarrak T, McGee H(EuroCaReD study group). Exercise-based cardiac rehabilitation in twelve European countries: results of the European cardiac rehabilitation registry. International Journal of Cardiology2017;228:58-67

 

Dr. Maximilian Murtinger, IVF Zentren Prof. Zech - Bregenz GmbH:

Bei der in vitro-Fertilisierung reifen mit Hilfe von hormoneller Stimulation mehrere Eibläschen (Follikel) und Eizellen gleichzeitig heran. Der Zeitpunkt der Eizellgewinnung aus den Follikeln spielt eine kritische Rolle beim Erfolg der Behandlung. Dieser Aspekt wurde in der Studie genauer untersucht: Unter dem Gesichtspunkt der Follikelgröße wurde mit 3-D Ultraschall analysiert, welche Punktionsstrategie am erfolgreichsten ist. Wir konnten zeigen, dass das beste Outcome erzielt wird, wenn der Großteil der Follikelkohorte bei Punktion eine Größe von 1-6 ml vorweist, ein zusätzliches Abpunktieren der kleinen Follikel erhöht die Anzahl an entwicklungsfähigen Embryonen. Prädiktive chemische Marker in der Follikelflüssigkeit für ein positives Outcome, die ebenfalls in dieser Studie untersucht wurden, konnten nicht identifiziert werden. Mit den Ergebnissen der Studie kann der Erfolg der hormonellen Stimulation verbessert werden.  

Wirleitner B, Okhowat J, Vištejnová L, Králíčková M, Karlíková M, Vanderzwalmen P, Ectors F, Hradecký L, Schuff M, Murtinger M. Relationship between follicular volume and oocyte competence, blastocyst development and live-birth rate: optimal follicle size for oocyte retrieval. Ultrasound Obstet Gynecol. 2018;51:118-125

 

OÄ Univ. Prof. Dr. Dipl. Psych. Martina Huemer, Kinder- und Jugendheilkunde, LKH Bregenz:

Die Leitlinien zu Diagnostik und Behandlung seltener Remethylierungsstörungen wurden im Rahmen des European Network and Registry for homocystinurias and methylation defects (E-HOD) mit Hilfe der „Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation“ (GRADE) Methode erstellt. Die Leitlinien fassen das weite klinische Präsentationsspektrum dieser seltenen, aber wahrscheinlich unterdiagnostizierten Krankheitsgruppe zusammen und geben evidenzbasierte Empfehlungen zu Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten, um die „awareness“ zu den Krankheiten zu steigern und die Patienten einer effektiven diagnostischen Aufarbeitung und Behandlung zuzuführen. Die korrekte Behandlung führt -insbesondere wenn sie früh begonnen wird- zu deutlich verminderter Morbidität und Mortalität.

Huemer M, Diodato D, Schwahn B et al. Guidelines for diagnosis and management of the cobalamin-related remethylation disorders cblC, cblD, cblE, cblF, cblG, cblJ and MTHFR deficiency. Journal of Inherited Metabolic Diseases

 

Prof. Dr. Gabriele Nagel, MPH, aks Gesundheit GmbH:

In der VHM&PP Kohorte untersuchten wir den Zusammenhang zwischen der Knochendichte (BMD) und dem Brustkrebsrisiko. Zusätzlich quantifizierten wir die Evidenz in einer Metaanalyse. Die BMD wurde bei 1380 Frauen (Durchschnittsalter 55,5 ± 6,3 Jahre)  mittels Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie (DXA) der Lendenwirbelsäule gemessen. Während der mittleren Nachbeobachtungszeit von 16,3 (SD 3,3) wurden 52 Brustkrebsfälle beobachtet. Die multivariate Analyse ergab keine statistisch signifikante Assoziation zwischen BMD  und dem Brustkrebsrisiko. In der Metaanalyse stieg das Brustkrebsrisiko jedoch um 15% pro 0,1 g / m2 BMD-Anstieg an der Lendenwirbelsäule bzw. um 16% am Schenkelhals. In der VHM&PP Kohorte fand sich kein Zusammenhang zwischen BMD (DXA) und Brustkrebsrisiko. Insgesamt zeigte die Metaanalyse, welche die aktuellen Ergebnisse inkludiert, einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen steigender BMD und erhöhtem Brustkrebsrisiko.

Nagel G, Peter RS, Klotz E, Concin H. Bone mineral density and breast cancer risk: Results from the Vorarlberg Health Monitoring & Prevention Program and meta-analysis.Bone Rep. 2017;21:83-89

 


© Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H (19.06.2018)
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